Seitdem auch im Westen die Zahl der Ayurveda-Anhänger steigt, gibt es in Kerala (Südindien) kaum noch ein Hotel ohne entsprechende Angebote. Eine Massagebank ist schließlich schnell aufgestellt. Doch mit dem authentischen Ayurveda hat das meist nur wenig zu tun, und ob man an eine gute Adresse gerät, ist oftmals Glücksache. Zwar wurde vor einigen Jahren eine Klassifizierung von Ayurveda- Resorts ins Leben gerufen, doch die Vergabe des Qualitätssiegels gilt als fragwürdig – wie überall in Indien ist auch in Kerala die Korruption weit verbreitet.Es gibt aber trotzdem handfeste Vorteile für eine Ayurveda-Kur in Indien:

Der medizinische Standard ist in Indien vom Staat vorgegeben. Nur studierte Dr. ayurved. mit staatlicher Prüfung werden als ayurvedische Ärzte zugelassen. Auch die ayurvedischen Masseure, Krankenschwestern etc. sind staatlich geprüft. In Deutschland gibt es keine unabhängige Stelle, die das Qualitätsniveau garantiert und der Begriff Ayurveda ist nicht geschützt.

Was Medikamente betrifft, sitzt man speziell in Kerala, an der Quelle. Das bedeutet: Zum Massieren wird z.B. nicht einfaches Sesamöl verwendet, sondern auf den jeweiligen Zweck abgestimmtes, medizinisches Öl. Viele Ayurveda Medikamente können nach Deutschland nicht eingeführt werden, weil sie nicht als Nahrungsmittel durchgehen und als Heilmittel nicht zugelassen sind. Und wo es auf Frische ankommt, sind in Indien die Wege kurz.

Die Kur-Kosten sind erheblich günstiger als in Deutschland. Und unter Umständen ist durch den Preisunterschied sogar der Flug schon wieder heraus.

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